Mein erster Studienbesuch in Lübeck
m Dezember 2025 reiste ich zum ersten Mal seit meiner Diagnose allein nach Lübeck. Mit Koffer, vielen Gedanken und gemischten Gefühlen begann eine Reise, die für mich weit mehr war als nur ein Studientermin. Sie stand für Mut, Selbstständigkeit und Hoffnung. Warum diese Erfahrung bis heute einen besonderen Platz in meinem Herzen hat, erzähle ich im Blog.
Es war das erste Mal seit meiner Diagnose und seit dem Beginn meiner Symptome, dass ich weiter weg von zu Hause reiste und das vollkommen allein. Von Nordwestdeutschland nach Nordostdeutschland, vom Sauerland nach Lübeck.
Der Kontakt zur Studie entstand über Bochum. Man fragte mich, ob ich Interesse an der PPMI Studie hätte, und für mich war sofort klar: Ja, natürlich. Es hieß, man würde sich bei mir melden. Nach einigen Monaten war es dann so weit. Ich bekam die Anfrage und sagte ohne Zögern zu.
Mein erster Gedanke war dabei nicht nur ich selbst. Als zweifache Mama fragte ich mich sofort: Was ist, wenn meine Kinder eines Tages ebenfalls betroffen sein könnten? In meiner Familie spielt die genetische Veranlagung eine Rolle. Daher bedeutet mir auch der Name Parkinson PINK1 so viel.
Die Monate vergingen, und der erste Besuch wurde für Dezember 2025 geplant. Die Studie übernahm sämtliche Reise und Verpflegungskosten, was vieles erleichterte. Dann war es endlich so weit.
Am 11. Dezember 2025 stand ich mit einem Koffer und einem Rucksack bereit für eine Nacht in einer fremden Stadt. Meine Gefühle waren ein einziges Chaos. Da war Traurigkeit, weil meine Gedanken bei meinen Kindern waren, auch wenn ich nur eine Nacht weg sein würde. Gleichzeitig war da aber auch Freude. Ich sollte zum ersten Mal seit langer Zeit wieder selbstständig reisen. Allein, frei und unabhängig.
Schon lange war ich nicht mehr so unbestimmt unterwegs gewesen. Meistens brauchte ich Unterstützung, weil meine Symptome zu stark waren. Umso bedeutender war dieser Moment für mich.
Nach einigen Stunden Fahrt kam ich schließlich in Lübeck an. Als ich den Bahnhof verließ, war ich sofort verzaubert. Dieses große backsteinrote Gebäude war beeindruckend schön. Auf dem Weg zum Hotel, das sehr zentral lag, sah ich die beiden großen Türme und die Altstadt. Diese Stadt hatte mich sofort in ihren Bann gezogen. Der Wunsch, eines Tages dorthin zu ziehen, ist bis heute geblieben.
Im Hotel angekommen, checkte ich direkt ein. Ich wollte keine Zeit verlieren, sondern die Stadt erkunden, etwas essen und neue Eindrücke sammeln. Gleichzeitig merkte ich, wie erschöpft mein Körper war. Deshalb dauerte mein erster Rundgang nicht lange, und nach ein bis zwei Stunden war ich wieder im Hotel. Dort verbrachte ich noch etwas Zeit am Laptop, packte kaum etwas aus und bereitete mich innerlich auf meinen ersten Studientag vor.
Dann schlief ich ein, mit dem Wissen, dass am nächsten Tag ein ganz besonderer Tag auf mich wartete und ich am Abend bereits wieder zurückreisen würde.
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