„Man sieht nicht jede Krankheit. Aber man fühlt jeden einzelnen Tag mit ihr.“
Über mich
Ich heiße Hatice, wurde am 06.04.1995 geboren, bin verheiratet und zweifache Mama.
Schon immer war ich ein sehr zielstrebiger, energievoller und emotionaler Mensch. Ich lache gerne, höre Menschen aufmerksam zu und versuche hinter die Fassade zu schauen, statt vorschnell zu urteilen. Empathie, Verantwortung, Mitgefühl und Menschlichkeit sind Werte, die für mich einen sehr großen Platz im Leben haben.
Nach meinem Abschluss als bekleidungstechnische Assistentin führte mich mein Weg durch viele persönliche Erfahrungen und Herausforderungen, die meinen Blick auf Menschen und das Leben stark verändert haben.
Aktuell steht für mich zunächst eine Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement an. Der Wunsch, später vielleicht auch einen Weg in Richtung Psychologie zu finden, besteht trotzdem weiterhin, weil mir Zuhören, Verständnis und echte Menschlichkeit sehr wichtig sind.
Ein Teil meines Lebens ist auch Parkinson durch eine PINK1 Mutation. Lange Zeit wusste niemand, was mit mir los war. Viele meiner Symptome kamen schleichend und wurden oft nicht ernst genommen, besonders weil ich jung war. Diese Zeit war geprägt von Unsicherheit, Isolation und dem ständigen Wunsch, verstanden zu werden.
Heute möchte ich genau das anderen geben, was mir selbst oft gefehlt hat:
Verständnis, Zuhören und das Gefühl, nicht alleine zu sein.
Meine Geschichte
Frühe Symptome
Viele Veränderungen kamen nicht plötzlich, sondern schlichen sich langsam in meinen Alltag ein. Dinge, die andere oft nicht sehen konnten, wurden immer stärker spürbar. Gleichzeitig begann das Gefühl, mit meinen Beschwerden alleine zu sein.
Besonders schwer war nicht nur die Krankheit selbst, sondern das ständige Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.
Die Diagnose
Als ich schließlich die Diagnose Parkinson erhielt, war da nicht nur Angst.
Da war auch Erleichterung.
Nach Jahren voller Fragen hatte mein Leiden endlich einen Namen. Zum ersten Mal wusste ich, wogegen ich kämpfe. Zum ersten Mal musste ich mir nicht mehr einreden lassen, dass ich mir alles nur einbilde.
Mama sein mit Parkinson
Ich bin zweifache Mama und weiß, wie es sich anfühlt, gleichzeitig stark sein zu wollen und innerlich völlig erschöpft zu sein.
Es gibt Tage, an denen mein Körper nicht so funktioniert, wie ich es mir wünsche. Tage voller Schmerzen, Müdigkeit oder innerer Unruhe. Trotzdem bleibt der Wunsch, für meine Kinder da zu sein, immer größer als alles andere.
Viele Veränderungen, die schon früh in meinem Alltag spürbar waren, wurden lange falsch verstanden. Emotionale Überforderung, Reizbarkeit oder starke Erschöpfung wurden oft nicht ernst genommen. Heute weiß ich, dass vieles davon bereits Teil meiner Krankheit war.
Trotz allem versuche ich meinen Kindern zu zeigen, dass ein Mensch nicht weniger wert ist, nur weil er krank ist. Dass Stärke nicht bedeutet, niemals zu fallen, sondern immer wieder weiterzumachen.
Mama sein mit einer chronischen Krankheit bedeutet für mich nicht perfekt zu sein. Es bedeutet, jeden Tag mein Bestes zu geben, selbst an den Tagen, an denen selbst kleine Dinge unglaublich schwer werden.

Warum ich öffentlich darüber spreche
Ich habe angefangen öffentlich über meine Krankheit zu sprechen, weil mir selbst über viele Jahre niemand wirklich zugehört hat.
Heute möchte ich anderen zuhören. Ich möchte Menschen unterstützen, Mut machen und ihnen zeigen, dass sie mit ihren Gedanken, Ängsten und Symptomen nicht alleine sind.
Besonders auf Social Media wird oft nur die schöne Seite gezeigt. Perfekte Bilder, Beauty, Fashion und ein scheinbar perfektes Leben. Doch das ist nicht die Realität vieler Menschen.
Ich möchte Realität zeigen.
Denn nicht jede Krankheit ist sichtbar. Viele chronische Erkrankungen tragen keine sichtbaren Zeichen nach außen und bestimmen trotzdem jeden einzelnen Tag der Betroffenen.
Viele von uns kämpfen nicht nur mit Schmerzen oder Einschränkungen, sondern zusätzlich damit, ernst genommen zu werden. Mit dem Wunsch, gesund auszusehen und gleichzeitig verstanden zu werden, ohne sich ständig rechtfertigen zu müssen.
Manche Menschen fühlen sich sogar gezwungen, ihre Krankheit beweisen zu müssen, nur damit ihnen geglaubt wird.
Genau deshalb möchte ich offen über das sprechen, was oft verborgen bleibt. Nicht um Mitleid zu bekommen, sondern um Verständnis, Aufklärung und einen ehrlicheren Blick auf das Leben mit einer chronischen Krankheit zu schaffen.
Meine Gedankenwelt
Manchmal sieht niemand, wie laut es im Inneren eines Menschen sein kann, obwohl nach außen alles ruhig wirkt.
Ich habe gelernt, dass Stärke nicht immer laut ist. Manchmal bedeutet Stärke einfach nur, trotz Erschöpfung weiterzumachen und morgens wieder aufzustehen.
Es gibt Tage, an denen ich meine alte Version vermisse. Und gleichzeitig gibt es Tage, an denen ich merke, wie viel stärker mich all das gemacht hat.
Ich möchte kein perfektes Leben zeigen. Ich möchte echte Gedanken teilen, echte Gefühle und die Realität hinter einer unsichtbaren Krankheit.

Was ich erreichen möchte
Genau deshalb möchte ich mit meiner Seite einen Ort schaffen, an dem Menschen sich austauschen können, Informationen leichter finden und sich verstanden fühlen dürfen.
Ich möchte niemandem etwas vorspielen. Chronische Krankheiten lassen sich heute oft noch nicht heilen. Aber wir können lernen, ehrlich damit umzugehen, uns gegenseitig zu unterstützen und das Beste aus dem zu machen, was wir haben.
Gleichzeitig hoffe ich darauf, dass Forschung, Aufklärung und Zusammenhalt irgendwann dazu beitragen, dass Krankheiten wie Parkinson besser behandelbar oder vielleicht sogar heilbar werden.
"Bis dahin wünsche ich mir vor allem eines:
Dass Menschen mit unsichtbaren Krankheiten ernst genommen werden."
Das macht mich aus
Neben allem, worüber ich auf dieser Website spreche, gibt es natürlich auch die kleinen persönlichen Dinge, die mich als Mensch ausmachen.
♈ Sternzeichen: Widder
Ich lebe nicht nach Sternzeichen und richte mein Leben auch nicht danach aus. Trotzdem glaube ich, dass sie uns in manchen Eigenschaften prägen können. Viele typische Widder Eigenschaften erkenne ich tatsächlich in mir wieder. Ich liebe Unabhängigkeit, bin energiegeladen, mutig und übernehme oft automatisch die Führung.
🎵 Musik
Ich höre eigentlich alles mögliche. Von Rock über ruhige Musik bis hin zu kulturellen Liedern. Am meisten liebe ich jedoch Musik, die meine Energie steigert und mir gute Laune gibt. Musik begleitet mich oft durch meinen Alltag und beeinflusst meine Stimmung stärker, als viele vielleicht denken würden.
📚 Bücher
Durch meine Konzentrationsschwäche ist Lesen manchmal eine echte Herausforderung. Trotzdem liebe ich Bücher, besonders Themen rund um Psychologie, Menschen und das echte Leben. Ich finde es spannend zu verstehen, wie Menschen denken, fühlen und sich ausdrücken. Dadurch wächst auch meine Empathie immer weiter.
🧠 Psychologie
Psychologie interessiert mich sehr, weil ich Menschen und ihr Verhalten verstehen möchte. Besonders spannend finde ich Gefühle, Gedanken und zwischenmenschliche Beziehungen. Durch eigene Erfahrungen habe ich gelernt, wie wichtig die Psyche im Leben ist.
Persönliche Einblicke
Lieblingsfarben?
💚💙
Nachtmensch oder Frühaufsteher?
eher ein Nachtmensch 🌙
Was beruhigt mich?
Ruhe, Musik, Schreiben und Momente ohne Druck 🎧
Lieblingsgedanke
💭 Dass man Menschen oft nicht ansieht, was sie täglich tragen.
Was wünsche ich mir für die Zukunft?
🌱 Mehr Verständnis für unsichtbare Krankheiten, mehr Ehrlichkeit und dass Betroffene sich weniger alleine fühlen müssen
Am Ende bin ich einfach ein Mensch mit Gedanken, Gefühlen, Träumen und Herausforderungen wie jeder andere auch. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mich ein Stück kennenzulernen.
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